memento mori - vom Leben und Sterben
Die ständige Erinnerung an die eigene Sterblichkeit hat viele Jahrhunderte lang zum Alltag der Menschen gehört. Bereits im Alten Testament findet sich die Aufforderung: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Und in den Katakomben von Paris findet man die Aufforderung: "Denke jeden Tag einmal an den Tod. Dann wirst Du stark und sicher sein, wenn er Dir begegnet".
Heute ist der Tod (und auch das Sterben) in unserer Gesellschaft weitgehend tabuisiert. Aus Angst vor der eigenen Endlichkeit, wird der Gedanke an den Tod verdrängt. Dadurch geht uns eine wichtige Orientierungshilfe verloren. Denn wer sich von der Angst vor dem Tod bestimmen lässt, wird auch in seinem Leben der Angst viel Platz einräumen. Wer der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod aus dem Wege geht, vermeidet auch ein erfülltes Leben. Wer den Sinn seines Lebens begreifen will, muss auch den Tod begreifen lernen.
In diesem Seminar geht es darum, durch die Beschäftigung mit dem Sterben und Loslassen für das gegenwärtige Leben zu lernen: Indem ich mich bewusst mit dem Tod und meiner Sterblichkeit auseinandersetze, kann ich mein Leben bewusster, intensiver und erfüllter gestalten, kann ich die Prioritäten setzen, die mir im Sinne meiner Lebensvision wirklich wichtig sind. In dem Wissen, dass heute der erste Tag vom Rest meines Lebens ist, kann ich viel Ballast abwerfen und mich auf das Wesentliche in meinem Leben konzentrieren, meine Lebenszeit nutzen und jeden Augenblick intensiv erleben.
„Der Tod zwingt den Menschen, das Leben auszukosten.“ Friedrich Nietzsche
Ziele:
15. bis 18. November 2012
Trainer:
Guido Müller
Tainingsort:
Seminarhaus Knaubenhof
86700 Otting
Ansicht Google Maps
"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben, würde ich versuchen,
mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen.
Ich würde ein bisschen verrückter sein,
als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr Bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
(...)
Aber sehen Sie...ich bin 95 Jahre alt
und weiß, dass ich bald sterben werde."